Gesundheit

Männliche Krebsvorsorge: Warum sie so wichtig ist

Maenner krebsvorsorge

Die Krebsvorsorge beim Mann ist ein essenzieller Bestandteil der Gesundheitsvorsorge, besonders ab dem Alter von 40 Jahren. Viele Männer zögern jedoch, einen Termin zu vereinbaren oder wissen nicht genau, welche Untersuchungen sinnvoll sind und welche Kosten auf sie zukommen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen einige Basisleistungen, doch es gibt auch zusätzliche Untersuchungen, sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), die privat bezahlt werden müssen.

Wann sollte man also zur Krebsvorsorge gehen? Experten empfehlen, spätestens ab 40 regelmäßig zur Vorsorge zu gehen, um Erkrankungen wie Prostatakrebs, Hodenkrebs oder Blasenkrebs frühzeitig zu erkennen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dabei die digitale rektale Untersuchung (DRU) der Prostata sowie den immunologischen Stuhltest (HITADokkult II) zur Darmkrebsvorsorge. Diese Basisleistungen sind wichtig, aber nicht immer ausreichend, um alle Risiken abzudecken.

Zusätzliche Untersuchungen, die als IGeL-Leistungen angeboten werden, umfassen unter anderem Ultraschalluntersuchungen der Nieren, Prostata, Blase und Hoden, den PSA-Bluttest zur Früherkennung von Prostatakrebs, sowie den HPV-DNA-Test. Diese erweiterten Untersuchungen bieten eine genauere Diagnostik, sind aber nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen enthalten und müssen privat bezahlt werden.

Ein besonderes Thema ist der HPV-Vierertest und die HPV-Impfung. HPV (Humanes Papillomavirus) ist ein Virus, das verschiedene Krebsarten auslösen kann, darunter auch beim Mann Gebärmutterhalskrebs-ähnliche Erkrankungen, Peniskrebs oder Analkrebs. Die HPV-Impfung ist bei Männern zwar weniger verbreitet als bei Frauen, kann aber auch für erwachsene Männer sinnvoll sein, um das Risiko solcher Erkrankungen zu senken. Allerdings wird die Impfung bei Männern von den gesetzlichen Krankenkassen meist nicht übernommen und ist eine private Leistung.

Mein persönlicher Besuch zur Krebsvorsorge mit 41 Jahren

Einen Termin bei den Fachärzten Dr. Weber und Dr. Skrobek in Büdingen zu bekommen, war nicht ganz einfach – ich musste etwa zwei Monate warten. Das zeigt, wie gefragt diese Praxis ist und wie wichtig es ist, frühzeitig einen Termin zu vereinbaren.

Vor der Untersuchung erhielt ich eine Liste mit verschiedenen Selbstzahlerleistungen (IGeL), bei denen ich ankreuzen konnte, welche Untersuchungen ich machen lassen wollte.

Untersuchung Leistungen krebsvorsorge

Dazu gehörten Ultraschalluntersuchungen der Nieren, Prostata, Blase und Hoden, der PSA-Bluttest, ein HPV-Abstrich zur Virusanalyse sowie eine Urinuntersuchung. Einen Testosterontest habe ich nicht gewählt, da dieser eher bei älteren Männern oder bei Symptomen wie Impotenz sinnvoll ist.

Die klassische digitale rektale Untersuchung (DRU) sowie der immunologische Stuhltest zur Darmkrebsvorsorge sind Leistungen, die von der Krankenkasse übernommen werden.

Ablauf der Untersuchung in der Praxis

Am Tag der Untersuchung konnte ich direkt zu Beginn Urin abgeben. Nach einer kurzen Wartezeit wurde ich ins Behandlungszimmer gebeten, wo ein kurzes Gespräch stattfand, um mögliche Beschwerden abzuklären. Dabei sprachen wir auch über die HPV-Impfung, die für Männer im höheren Alter zwar sinnvoll sein kann, aber privat bezahlt werden muss.

Anschließend musste ich mich entkleiden, damit die Organe abgetastet und abgeklopft werden konnten. Der Arzt fragte immer wieder, ob ich Schmerzen verspürte – zum Glück war alles in Ordnung. Danach folgte die Ultraschalluntersuchung, bei der Nieren, Prostata, Blase und Hoden gründlich mit dem Ultraschallgerät untersucht wurden. Auf dem Bildschirm konnte der Arzt alles gut erkennen und bestätigte, dass keine Auffälligkeiten vorlagen.

Die digitale rektale Untersuchung (DRU) war zwar unangenehm, aber dank der einfühlsamen Art des Arztes gut erträglich. Dabei liegt man auf der Seite, während der Arzt mit einem Gleitgel einen Finger in den Enddarm einführt, um die Prostata zu ertasten und auf Veränderungen zu prüfen.

Der HPV-Abstrich war der unangenehmste Teil der Untersuchung. Mit einem Wattestäbchen wurde ein Abstrich am Harnröhreneingang genommen, was durchaus schmerzhaft sein kann. Abschließend wurde noch eine Blutprobe für den PSA-Wert entnommen.

Zum Schluss bekam ich ein Stuhlentnahme-Set für den immunologischen Stuhltest zur Darmkrebsvorsorge, den ich zuhause durchführen und später in der Praxis abgeben soll. Außerdem wurde mir ein Privatrezept für die HPV-Impfung ausgestellt, falls der Test negativ ausfällt und ich mich impfen lassen möchte.

Kosten und Fazit zur Vorsorgeuntersuchung

Die Untersuchung selbst war zwar schnell erledigt, aber sehr wichtig. Für Männer ab 40 sollte diese Krebsvorsorge alle zwei Jahre auf dem Programm stehen.

Die Kosten für die IGeL-Leistungen wie Ultraschall, PSA-Test und HPV-Abstrich lagen bei mir bei etwa 135 Euro. Die Laboranalyse des HPV-Tests kostete nochmals rund 135 Euro. Für die HPV-Impfung kommen etwa 600 Euro hinzu, da jede der drei Dosen ca. 200 Euro kostet.

Der Ablauf der HPV-Impfung gestaltet sich so, dass man ein Privatrezept erhält und den Impfstoff in der Apotheke besorgt.

Hpv impfung

Der Impfstoff muss gekühlt gelagert werden, idealerweise im Kühlschrank in einer Kühltasche. Die Impfung erfolgt in drei Dosen: die erste Dosis, die zweite nach zwei Monaten und die dritte nach sechs Monaten.

Empfehlung für Männer

Mein Besuch bei den Fachärzten Dr. Weber und Dr. Skrobek in Büdingen war eine sehr gute Erfahrung. Die Praxis ist professionell, die Ärzte nehmen sich Zeit und erklären die Abläufe verständlich. Die Krebsvorsorge ist eine wichtige Maßnahme, die jeder Mann ab 40 ernst nehmen sollte – auch wenn manche Untersuchungen privat bezahlt werden müssen.

Wer Wert auf eine umfassende Vorsorge legt, sollte neben den von der Krankenkasse übernommenen Basisleistungen auch die erweiterten Untersuchungen und den HPV-Test in Betracht ziehen. Die HPV-Impfung kann zusätzlich einen wichtigen Schutz bieten, auch wenn sie aktuell noch privat finanziert werden muss.

Insgesamt kann ich die Praxis und die Krebsvorsorge dort sehr empfehlen – ein wichtiger Schritt für die eigene Gesundheit, der sich lohnt.